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Baugewerbe 2.0


Das deutsche Baugewerbe wächst jährlich um neue Unternehmen. Somit lag die Anzahl der Neugründungen in der genannten Branche in den vergangenen Jahren über der Anzahl der Insolvenzen. Mit der zunehmen Anzahl an Unternehmen wuchs bisher auch die Anzahl der Beschäftigten im Baugewerbe.Der Umsatz im deutschen Baugewerbe nahm in den vergangenen Jahren also kontinuierlich zu. Den größten Anteil am Gesamtumsatz der Branche hatten die Bereiche Bauinstallation und Gebäudebau. Zusammen machten sie rund drei Viertel des Umsatzes im Baugewerbe aus.

Das Baugewerbe beschäftigte im Jahr 2019 rund 939.000 Personen - Tendenz steigend.

Mehr als zehn Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts werden für Baumaßnahmen verwendet (2020: 387 Milliarden Euro). Gleichzeitig erbringt das Baugewerbe mehr als sechs Prozent der gesamten Wertschöpfung in Deutschland. Im Jahr 2020 erzielte das deutsche Bauhauptgewerbe einen Umsatz in Höhe von 143 Milliarden Euro. Im Jahr 2025 wird der Umsatz im Baugewerbe in Deutschland laut der Prognose rund 391,3 Milliarden Euro betragen.

Obwohl die Baubranche vor allem in Deutschland sehr konservativ geprägt ist, wird sie sich auf die Megatrends der Zukunft wie etwa Nachhaltigkeit oder den Einsatz von Künstlicher Intelligenz - Technologien einstellen müssen. Was muss passieren, damit sich die Baubranche auf die Zukunftstrends einlässt – und wie könnte das Bauen der Zukunft aussehen?

Wir sehen gerade an der Corona-Krise, dass unsere festen Arbeitsstrukturen aufgeweicht werden: Mehr Home-Office und die flexiblere Nutzung von Büroräumlichkeiten. In den Firmengebäuden der Zukunft wird eine anpassungsfähige Architektur Standard sein, was bereits eine modulare und iterative Planung voraussetzt. Dabei wird die Nutzung von Big Data eine entscheidende Rolle spielen: Während in heutigen Gebäuden der zuständige Architekt traditionell die Anforderungen an ein Gebäude erhält und auf dieser Basis einen Entwurf erstellt, könnten schon in naher Zukunft anhand von Daten Anforderungsprofile und bedarfsgerechte Gebäudekonzepte errechnet werden. Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz und Robotik könnten durch „Prefabrication“ Bauteile vorproduziert und zum richtigen Zeitpunkt fertig angeliefert werden, was Zeit, Material, Kosten und Fehlerquellen reduzieren würde. Neue Technologien, welche die Zusammenarbeit der Baubeteiligten fördern und darüber den Beweis antreten, dass echte Innovation wirklich möglich ist, sind daher der Schlüssel für eine Digitalisierung der Baubranche.

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